Der einhundertundneunzehnte Halbmarathon meines Lebens.
Der 22. Stuttgart-Lauf.
Dienstag, 30. Juni 2015
Freitag, 26. Juni 2015
Halbmarathon Wilhelmshaven 2015-06-21
Der einhundertundachtzehnte Halbmarathon meines Lebens.
Der zehnte Gorch-Fock-Marathon.
Der Gorch-Fock-Marathon in Wilhelmshaven fand dieses Jahr zum zehnten Mal statt. Bereits zum sechsten Mal nahm ich Teil. Gerne hätte ich dieses Jahr auch zum sechsten Mal am Hamburg-Halbmarathon teilgenommen, aber dieser fiel mit Wilhelmshaven auf denselben Tag. Ich hatte mich für Wilhelmshaven entschieden, weil hier die Abholung der Startunterlagen bis wenige Minuten vor Beginn möglich war.
Während der Nacht schlief ich nur etwa drei Stunden. Ich stand gegen halb sechs Uhr auf und frühstückte. Dann fuhr ich mit der Straßenbahn zur Schlachte und ging über die Brücke auf das andere Weser-Ufer. Von dort aus gelangte ich an den Bahnhof Neustadt. Hier wartete ich auf die Nordwestbahn, welche mich nach Oldenburg brachte. In Oldenburg musste ich eine Dreiviertelstunde auf die Nordwestbahn nach Wilhelmshaven warten.
In diesem Zug frühstückte ich nun ein zweites Mal. Meine Läuferkleidung trug ich bereits, obenrum das Trikot vom Münster-Marathon 2012. Der Zug kam pünktlich um 9:19 Uhr in Wilhelmshaven an. Marathon und Halbmarathon sollten um 9:45 Uhr starten. Ich ging zum Gorch-Fock-Haus und holte mir die Startunterlagen ab. Das Trikot war diesmal grau. Ich gab meine Tasche im LKW ab und begab mich dann noch einmal zu den Toiletten. Erst fünf Minuten vor Beginn kam ich zur Startlinie, wo ich mich weit nach vorne stellte. Offenbar war Jan Fitschen als Zuschauer anwesend, er saß mit seinem Bein im Gips am Straßenrand.
Um 9:45 Uhr ging es los. Die Strecke schien zunächst die gleiche wie im Vorjahr zu sein. Die Temperaturen waren nahezu ideal. Anfangs war es bewölkt, später kam die Sonne zum Vorschein. Es waren aber weniger als 20°C. Nach der langen Geraden vom Gorch-Fock-Haus nach Süden bogen wir nach rechts in die Fußgängerzone ein. Ich überholte hier einige Leute. Für den ersten Kilometer hatte ich nur knapp über vier Minuten benötigt. Es ging wie jedes Jahr lange geradeaus. Vor den Cafés und Hotels standen vereinzelte Zuschauer.
Hinter der Fußgängerzone begann ein Wohngebiet. Ich wurde auf einen Fahrradfahrer aufmerksam, welcher die schnellste Frau begleitete, die ich allerdings selber jetzt noch nicht sehen konnte. Ich befand mich insgesamt etwa auf Position 15, wobei sich hierunter sowohl Marathon- als auch Halbmarathonläufer befanden.
Am Ender der Geraden kamen wir an eine Hauptverkehrsstraße, die uns auf die Brücke brachte, welche über die Bahngleise führte. Wir überquerten die Brücke und erreichten den Kanalhafen, wo der erste Versorgungsstand war. In den letzten Jahren waren wir jetzt geradeaus, auf eine weitere Brücke, über diesen Fluss gelaufen. Heute mussten wir aber vorher rechts abbiegen und am Nordufer des Kanals entlang nach Westen laufen. Dies war der Abschnitt der Strecke, welcher zur zweiten Runde des Marathons gehörte und den ich vorher noch nie gesehen hatte. Hatten sich die Organisatoren für die Jubiläumsauflage etwas ganz Besonderes ausgedacht?
Dieser Fahrradweg bildete eine ähnlich lange Gerade. Ich wurde nun von der Führenden des Halbmarathons und ihrer Fahrradbegleitung überholt, konnte die Frau aber kurz darauf wieder einholen. Am Ende der Geraden überquerten wir den Fluss und kreuzten kurz darauf eine Hauptverkehrsstraße. An Ende des Weges, der zwischen Bäumen hindurchführte, war ein Wendepunkt. Ich konnte nun zählen, auf welcher Position ich lag.
Nach der Wende ging es zurück zur Hauptverkehrsstraße, in welche wir einbogen. Hier befand sich das Ortsschild, welches auf das Verlassen des Ortes Wilhelmshaven hindeutete. Wir bogen links ab. Nach einem weiteren Verpflegungspunkt erreichten wir das Niedersächsische Wattenmeer. In den letzten Jahren hatten wir anfangs den Deich zwischen dem Laufkurs und dem Wattenmeer gehabt. Ein Zaun hatte uns dabei von der Deichwiese getrennt, auf welcher auch Schafe weideten. An einer Stelle hatten wir dann auf den Deich hinauflaufen müssen und dann auf der anderen Seite wieder hinunter. Erst dann hatten wir den freien Blick auf das Wattenmeer. Heute liefen wir von Anfang an am Ufer entlang. Es herrschte gerade Ebbe. Die Schafe weideten direkt auf der Wiese neben uns und hätten problemlos auch auf den Asphaltweg spazieren und uns den Weg versperren können. Glücklicherweise hielten sich die Tiere aber fern von uns.
Etwa drei Kilometer lang hatten wir zu unserer linken Seite den Deich. Als wir Kilometer zehn erreichten, änderte sich das Bild. Wir waren nun in dem Bereich, wo die Touristenwiese lag. Hier stand eine Reihe von Ferienhütten, später kamen wir an Strandkörben vorbei. Darin saßen Urlauber, welche uns zuschauten. Später war dann auf der linken Seite ein großer Spielplatz. Eine Zuschauergruppe hielt ein großes Plakat hoch, unter dem wir hindurch laufen durften.
Am nächsten Verpflegungspunkt mussten wir einen kurzen Linksschlenker machen, bevor wir wieder an der Uferstraße entlangliefen. Die lange Gerade zu den Kriegsschiffen wurde heute aber nicht abgelaufen. Daher konnte ich auch nicht zählen, auf welcher Position ich lag, da mir das Vorderfeld nicht entgegenkam.
Nun kam der „Rückweg“. An der Stelle, wo vorhin der Linksschlenker gewesen war, traf ich kurzzeitig auf das Läuferfeld hinter mir. Dann kamen wir an eine Hauptverkehrsstraße, wo der Läuferbereich mit orangefarbenen Verkehrshütchen für uns vom Autoverkehr abgetrennt war. Diese Straße befand sich direkt neben dem großen Hafen.
Ich war inzwischen langsamer geworden und eine neue Jahresbestzeit schien nicht mehr möglich. Immerhin schaffte ich es noch, einen Teilnehmer zu überholen. Auf welcher Position ich ungefähr lag, ließ sich nicht abschätzen. Es ging über zwei Brücken auf die andere Seite des Hafens, wo das Festland war. Direkt hinter der zweiten Brücke bogen wir in einen engen Fußweg nach rechts ab. Wir liefen auf der anderen Seite des Hafens entlang. Nach einer Linkskurve hatte ich bereits meinen Vordermann aus den Augen verloren. Mehrere Soldaten, die als Streckenposten eingesetzt worden waren, zeigten mir den Weg.
Nach einigen Schlenkern ging es durch den Park, wo ein Moderator stand und mir ein letztes Mal Getränke angeboten wurden. Dahinter war die Stelle, wo die Marathonis sich von uns trennten und zur zweiten Runde in die Fußgängerzone einbogen. Ich lief nach rechts auf die Start- und Zielgeraden. Obwohl ich noch einmal beschleunigte, schaffte es tatsächlich noch ein Teilnehmer, mich zu überholen. Ich hatte zwischen 88 und 89 Minuten für den Halbmarathon benötigt und ließ mir die Medaille umhängen. Dann nahm ich mir mehrere Stücke Wassermelone zu essen und holte meine Tasche ab.
Ich begab mich zu den Duschen, wo ich eine ganze Umkleide für mich allein hatte. Dann ging ich zurück zum Gorch-Fock-Haus, um bei der Siegerehrung des Halbmarathons anwesend zu sein. In den letzten beiden Jahren war ich jeweils Altersklasse der MH geworden. Dieses Jahr war ich in die M30 gerutscht. Ich sah an den Ergebnissen, dass ich insgesamt den zehnten Platz (im Internet erfuhr ich später, dass es doch nur Platz 11 war) erreicht hatte und in meiner Altersklasse Zweiter geworden war. Da es sich um die Jubiläumsausgabe handelte, wurden auch Dauerteilnehmer geehrt. Ein Läufer bekam einen Preis, weil er bisher zehn Mal den Halbmarathon gelaufen war. Ich selber erhielt eine Tasse, diesmal in orangener Farbe.
Nach der Siegerehrung ging ich noch eine Kleinigkeit essen und fuhr danach wieder mit dem Zug nach Hause.
Der zehnte Gorch-Fock-Marathon.
Der Gorch-Fock-Marathon in Wilhelmshaven fand dieses Jahr zum zehnten Mal statt. Bereits zum sechsten Mal nahm ich Teil. Gerne hätte ich dieses Jahr auch zum sechsten Mal am Hamburg-Halbmarathon teilgenommen, aber dieser fiel mit Wilhelmshaven auf denselben Tag. Ich hatte mich für Wilhelmshaven entschieden, weil hier die Abholung der Startunterlagen bis wenige Minuten vor Beginn möglich war.
Während der Nacht schlief ich nur etwa drei Stunden. Ich stand gegen halb sechs Uhr auf und frühstückte. Dann fuhr ich mit der Straßenbahn zur Schlachte und ging über die Brücke auf das andere Weser-Ufer. Von dort aus gelangte ich an den Bahnhof Neustadt. Hier wartete ich auf die Nordwestbahn, welche mich nach Oldenburg brachte. In Oldenburg musste ich eine Dreiviertelstunde auf die Nordwestbahn nach Wilhelmshaven warten.
In diesem Zug frühstückte ich nun ein zweites Mal. Meine Läuferkleidung trug ich bereits, obenrum das Trikot vom Münster-Marathon 2012. Der Zug kam pünktlich um 9:19 Uhr in Wilhelmshaven an. Marathon und Halbmarathon sollten um 9:45 Uhr starten. Ich ging zum Gorch-Fock-Haus und holte mir die Startunterlagen ab. Das Trikot war diesmal grau. Ich gab meine Tasche im LKW ab und begab mich dann noch einmal zu den Toiletten. Erst fünf Minuten vor Beginn kam ich zur Startlinie, wo ich mich weit nach vorne stellte. Offenbar war Jan Fitschen als Zuschauer anwesend, er saß mit seinem Bein im Gips am Straßenrand.
Um 9:45 Uhr ging es los. Die Strecke schien zunächst die gleiche wie im Vorjahr zu sein. Die Temperaturen waren nahezu ideal. Anfangs war es bewölkt, später kam die Sonne zum Vorschein. Es waren aber weniger als 20°C. Nach der langen Geraden vom Gorch-Fock-Haus nach Süden bogen wir nach rechts in die Fußgängerzone ein. Ich überholte hier einige Leute. Für den ersten Kilometer hatte ich nur knapp über vier Minuten benötigt. Es ging wie jedes Jahr lange geradeaus. Vor den Cafés und Hotels standen vereinzelte Zuschauer.
Hinter der Fußgängerzone begann ein Wohngebiet. Ich wurde auf einen Fahrradfahrer aufmerksam, welcher die schnellste Frau begleitete, die ich allerdings selber jetzt noch nicht sehen konnte. Ich befand mich insgesamt etwa auf Position 15, wobei sich hierunter sowohl Marathon- als auch Halbmarathonläufer befanden.
Am Ender der Geraden kamen wir an eine Hauptverkehrsstraße, die uns auf die Brücke brachte, welche über die Bahngleise führte. Wir überquerten die Brücke und erreichten den Kanalhafen, wo der erste Versorgungsstand war. In den letzten Jahren waren wir jetzt geradeaus, auf eine weitere Brücke, über diesen Fluss gelaufen. Heute mussten wir aber vorher rechts abbiegen und am Nordufer des Kanals entlang nach Westen laufen. Dies war der Abschnitt der Strecke, welcher zur zweiten Runde des Marathons gehörte und den ich vorher noch nie gesehen hatte. Hatten sich die Organisatoren für die Jubiläumsauflage etwas ganz Besonderes ausgedacht?
Dieser Fahrradweg bildete eine ähnlich lange Gerade. Ich wurde nun von der Führenden des Halbmarathons und ihrer Fahrradbegleitung überholt, konnte die Frau aber kurz darauf wieder einholen. Am Ende der Geraden überquerten wir den Fluss und kreuzten kurz darauf eine Hauptverkehrsstraße. An Ende des Weges, der zwischen Bäumen hindurchführte, war ein Wendepunkt. Ich konnte nun zählen, auf welcher Position ich lag.
Nach der Wende ging es zurück zur Hauptverkehrsstraße, in welche wir einbogen. Hier befand sich das Ortsschild, welches auf das Verlassen des Ortes Wilhelmshaven hindeutete. Wir bogen links ab. Nach einem weiteren Verpflegungspunkt erreichten wir das Niedersächsische Wattenmeer. In den letzten Jahren hatten wir anfangs den Deich zwischen dem Laufkurs und dem Wattenmeer gehabt. Ein Zaun hatte uns dabei von der Deichwiese getrennt, auf welcher auch Schafe weideten. An einer Stelle hatten wir dann auf den Deich hinauflaufen müssen und dann auf der anderen Seite wieder hinunter. Erst dann hatten wir den freien Blick auf das Wattenmeer. Heute liefen wir von Anfang an am Ufer entlang. Es herrschte gerade Ebbe. Die Schafe weideten direkt auf der Wiese neben uns und hätten problemlos auch auf den Asphaltweg spazieren und uns den Weg versperren können. Glücklicherweise hielten sich die Tiere aber fern von uns.
Etwa drei Kilometer lang hatten wir zu unserer linken Seite den Deich. Als wir Kilometer zehn erreichten, änderte sich das Bild. Wir waren nun in dem Bereich, wo die Touristenwiese lag. Hier stand eine Reihe von Ferienhütten, später kamen wir an Strandkörben vorbei. Darin saßen Urlauber, welche uns zuschauten. Später war dann auf der linken Seite ein großer Spielplatz. Eine Zuschauergruppe hielt ein großes Plakat hoch, unter dem wir hindurch laufen durften.
Am nächsten Verpflegungspunkt mussten wir einen kurzen Linksschlenker machen, bevor wir wieder an der Uferstraße entlangliefen. Die lange Gerade zu den Kriegsschiffen wurde heute aber nicht abgelaufen. Daher konnte ich auch nicht zählen, auf welcher Position ich lag, da mir das Vorderfeld nicht entgegenkam.
Nun kam der „Rückweg“. An der Stelle, wo vorhin der Linksschlenker gewesen war, traf ich kurzzeitig auf das Läuferfeld hinter mir. Dann kamen wir an eine Hauptverkehrsstraße, wo der Läuferbereich mit orangefarbenen Verkehrshütchen für uns vom Autoverkehr abgetrennt war. Diese Straße befand sich direkt neben dem großen Hafen.
Ich war inzwischen langsamer geworden und eine neue Jahresbestzeit schien nicht mehr möglich. Immerhin schaffte ich es noch, einen Teilnehmer zu überholen. Auf welcher Position ich ungefähr lag, ließ sich nicht abschätzen. Es ging über zwei Brücken auf die andere Seite des Hafens, wo das Festland war. Direkt hinter der zweiten Brücke bogen wir in einen engen Fußweg nach rechts ab. Wir liefen auf der anderen Seite des Hafens entlang. Nach einer Linkskurve hatte ich bereits meinen Vordermann aus den Augen verloren. Mehrere Soldaten, die als Streckenposten eingesetzt worden waren, zeigten mir den Weg.
Nach einigen Schlenkern ging es durch den Park, wo ein Moderator stand und mir ein letztes Mal Getränke angeboten wurden. Dahinter war die Stelle, wo die Marathonis sich von uns trennten und zur zweiten Runde in die Fußgängerzone einbogen. Ich lief nach rechts auf die Start- und Zielgeraden. Obwohl ich noch einmal beschleunigte, schaffte es tatsächlich noch ein Teilnehmer, mich zu überholen. Ich hatte zwischen 88 und 89 Minuten für den Halbmarathon benötigt und ließ mir die Medaille umhängen. Dann nahm ich mir mehrere Stücke Wassermelone zu essen und holte meine Tasche ab.
Ich begab mich zu den Duschen, wo ich eine ganze Umkleide für mich allein hatte. Dann ging ich zurück zum Gorch-Fock-Haus, um bei der Siegerehrung des Halbmarathons anwesend zu sein. In den letzten beiden Jahren war ich jeweils Altersklasse der MH geworden. Dieses Jahr war ich in die M30 gerutscht. Ich sah an den Ergebnissen, dass ich insgesamt den zehnten Platz (im Internet erfuhr ich später, dass es doch nur Platz 11 war) erreicht hatte und in meiner Altersklasse Zweiter geworden war. Da es sich um die Jubiläumsausgabe handelte, wurden auch Dauerteilnehmer geehrt. Ein Läufer bekam einen Preis, weil er bisher zehn Mal den Halbmarathon gelaufen war. Ich selber erhielt eine Tasse, diesmal in orangener Farbe.
Nach der Siegerehrung ging ich noch eine Kleinigkeit essen und fuhr danach wieder mit dem Zug nach Hause.
Dienstag, 23. Juni 2015
Halbmarathon Katzwang 2015-06-14
Der einhundertundsiebzehnte Halbmarathon meines Lebens.
Der Halbmarathon in Katzwang.
Dieses Jahr bereitete mir der Monat Juni einige Probleme. Im letzten Jahr war ich Halbmarathon in Nordholz, Hamburg und Wilhelmshaven gelaufen. Dieses Jahr fielen alle drei Veranstaltungen unglücklicherweise auf das gleiche Wochenende (21.Juni 2015), während für den 14. Juni kaum eine Laufveranstaltung zu finden war. Erst bei genauerer Recherche entdeckte ich den Lauf in Katzwang, welcher lediglich aus einem Halbmarathon bestand. Da Katzwang bei Nürnberg liegt, konnte ich die Nacht bei meiner Großmutter verbringen. Meine Verwandten hatten mir zuvor angeboten, das darauffolgende Wochenende bei ihnen zu verbringen, da dann der Metropolmarathon in Fürth stattfinden würde. Dieses Angebot konnte ich allerdings nicht annehmen, da ich eine der bereits erwähnten Veranstaltungen besuchen wollte.
Leider war ich immer noch erkältet und zum Wochenende sollten die Temperaturen – besonders in Süddeutschland – wieder ansteigen.
Ich hatte die Nacht von Samstag auf Sonntag bei meiner Großmutter verbracht, welche mir ein Tagesticket für den Nahverkehr spendiert hatte. Die Läuferkleidung hatte ich sofort nach dem Aufstehen um halb sieben Uhr angelegt, wobei ich das Trikot vom Augsburg-Marathon 2012 trug. Ich hatte auch die Laufschuhe an, welche ich letzte Woche in Augsburg zum ersten Mal bei einem Halbmarathon getestet hatte. An die beiden Stellen, wo sich Blasen gebildet hatten, legte ich Pflaster. Die Temperatur sollte während des Laufes, der um neun Uhr starten würde, zwischen 19°C und 21°C liegen. Meine Sonnenbrille hatte ich offenbar verlegt.
Ich nahm die U-Bahn zum Hauptbahnhof und stieg dort in die S-Bahn ein. Ich kam dort bereits mit einem anderen Läufer ins Gespräch. Wir kamen um Viertel nach acht Uhr in Katzwang an und mein Begleiter brachte mich zum Veranstaltungsgelände. Die acht Euro Startgebühr musste ich in bar begleichen, im Gegenzug erhielt ich die Startnummer. Meine Tasche ließ ich in der Umkleidekabine, welche nicht bewacht wurde.
Der Start befand sich ein bisschen weiter weg vom Sportplatz. Hier stellten sich etwa 100 Läufer auf. Wir befanden uns auf einer Verkehrsstraße durch den Ort. Um kurz nach neun Uhr kam der Startschuss.
Ich hatte meiner Tante am gestrigen Tag leider nicht ganz verheimlichen können, dass ich ein bisschen krank war. Auf das Risiko, erkältet Halbmarathon zu laufen, hatte sie mich allerdings nicht angesprochen. Trotzdem wollte ich zunächst einmal versuchen, so schnell wie möglich zu laufen. Die Kilometer waren alle ausgeschildert. Positiv war zu bemerken, dass der Kurs nur aus einer einzigen Runde bestand. Hin- und Rückweg waren aber teilweise identisch. Glücklicherweise hatten wir zunächst bedeckten Himmel, so dass ich meine Sonnenbrille nicht unbedingt vermisste.
Ich setzte mich relativ schnell an die Spitze des Feldes, etwa auf Position 15. Kurz nach dem Start kamen wir durch den Wald, und zwar auf einer Art „Trampelpfad“, wo kein Überholen möglich war. Das Ende dieses Kurses war auf einer Pferdeweide und dahinter erreichten wir das westliche Ufer eines Flusses, an welchem wir nach Norden liefen. Hier war der erste Kilometer absolviert, für den ich knapp vier Minuten benötigt hatte. Ich war fast schon ein bisschen zu schnell unterwegs.
Es ging nun zwei Kilometer lang am Fluss entlang. An unserer linken Seite war zunächst die Ortschaft mit einem großen Entsorgungsbetrieb, der dutzende orangefarbene Fahrzeuge beherbergte. Danach hatten wir das Feld zur linken Seite.
Nach drei Kilometer bogen wir links ab. Es begannen nun Abschnitte, die von Anstiegen und Abhängen geprägt waren. Wir machten einen Schlenker bis an den Rand des Ortes und liefen dann wieder nach Osten auf den Fluss zu. Als wir den Fluss dann wieder erreichten, war die erste Wasserstelle vorhanden, kurz nach Kilometer fünf. Ich nahm mir den lang ersehnten Becher Wasser zu trinken und lief durch eine lange Unterführung. Möglicherweise führte diese uns unter dem Fluss hindurch, denn danach hatten wir die andere Seite erreicht, wo es steil bergauf ging. Der gesamte Kurs war von einigen Tunneln geprägt.
Auch weiter nördlich nahmen wir eine Unterführung, die uns unter einer Hauptverkehrsstraße hindurchführte. Hier war es extrem dunkel, was auffiel, da die Sonne inzwischen zum Vorschein gekommen war. Der Boden war übrigens wechselhaft, teilweise Asphalt, Wanderwege und Schotter.
Auf der anderen Seite der Unterführung konnten wir nun den Hafen am Westufer sehen. Hier waren auch viele Fahrradfahrer unterwegs. Ich hatte relativ früh meinen Vordermann aus den Augen verloren und musste mich an den weißen Pfeilen orientieren, welche am Boden aufgemalt waren, oder darauf hoffen, dass bei Verzweigungen ein Streckenposten stand und aufpasste. Dies war meistens der Fall.
Auf Höhe des Hafens drehten wir nach Osten ab. Wir kamen durch einen Wald und dahinter durch ein Industriegebiet. Dann folgte wieder ein Tunnel, der uns unter einer Verkehrsstraße hindurchführte und dahinter war der zweite Versorgungspunkt. Wir liefen danach an einer Art Autobahn entlang. Ich konnte sehen, dass wir nach der Hälfte der Strecke keinen richtigen Wendepunkt haben würden, sondern eine große Schleife zu laufen hatten.
Auf der jetzigen Strecke nach Osten hatten wir Kilometer zehn erreicht. Ich hatte für diesen Teil nur knapp über 41 Minuten benötigt, was eine sehr gute Leistung war, wenn man meinen Gesundheitszustand und die hohen Temperaturen berücksichtigte. Aber leider begann ich nun, stark abzubauen. Ich schaffte es nicht mehr, die Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten. Später erfuhr ich von anderen Teilnehmern, dass diese auch nach der Hälfte der Strecke den Eindruck hatten, die Temperatur sei sprunghaft angestiegen. Auf dem jetzigen Abschnitt waren wir der Sonne ausgesetzt. Erst als wir am Ende der Geraden nach links abbogen, kamen wir wieder in einen Bereich, wo uns die Bäume vor der Sonne schützten.
Es ging unter einer Autobahn hindurch und danach in entgegengesetzter Richtung nach Westen. Ich wurde jetzt regelmäßig von Läufern überholt. Ich wurde in etwa von Position 14 auf 24 durchgereicht. Wir kamen an einer Ortschaft vorbei und überquerten dann wieder die Autobahn. Auf der anderen Seite der Brücke stießen wir auf den gemeinsamen Weg, wo mir nun das Schlussfeld entgegenkam. Als ich kurz vor der Unterführung wieder die Wasserstelle erreichte und mir einen Becher nahm, mussten die Streckenposten eine Radfahrergruppe zurückhalten, die gerade aus dem Tunnel herauskam.
Der Rückweg entsprach dem Hinweg, solange wir auf der Ostseite des Kanals waren. Hier spürte ich nun richtig, wie die Sonne auf uns herniederbrannte. Man hatte den Eindruck, dass es im Vergleich zum Start wesentlich wärmer geworden war. Zusätzlich strengten die vielen Hügel an, die erklommen werden mussten. Auch spürte ich an den Fersen Schmerzen, obwohl ich auf beiden Seiten ein Pflaster aufgetragen hatte. Die Streckenposten sprachen mir Mut zu.
Dann ging es wieder bergab und ich musste durch den Tunnel, welcher mich auf die andere Seite des Flusses führte. Hier war wieder die erste Versorgungsstelle, wo ich mir zwei Becher Wasser nahm und erstmals ein paar Schritte ganz langsam vorwärts ging. Statt des Abstechers bis zum Wohngebiet ging es nun aber einfach geradeaus, wo wir dann wieder die Stelle erreichten, wo sich beide Wege wieder vereinigten. Anfangs hatte ich noch auf eine Zeit unter 90 Minuten gehofft, dies war jetzt aber leider nicht mehr möglich. Ich spürte einfach, dass ich noch erkältet war.
Ich kam wieder an der Entsorgungsfirma vorbei und dann am Dorf. An der Pferdeweide ging es durch den Trampelpfad und dann waren wir wieder in Katzwang. Das Ziel befand sich ein bisschen weiter südlich, nämlich auf dem Fußballfeld. Ich lief über den Fluss und kam dann zum Vereinsgelände. Nach knapp über 93 Minuten hatte ich die Ziellinie überquert. Mein Name wurde durchgesagt. Ich nahm mir zwei Trinkbecher und ließ mich kurz auf dem Rasen nieder. Meiner Ansicht nach war ich während des Laufes von so vielen Männern in meinem Alter überholt worden, dass ich es nicht unter die Top Drei meiner Altersklasse geschafft haben konnte. Dies wäre nämlich deshalb interessant gewesen, weil es für die ersten Drei aller Altersklassen Sachpreise gab.
Ich ging in die Umkleidekabine und duschte. Dann ging ich wieder nach draußen, kaufte mir erst ein Eis und dann ein Bier und ließ mich auf einem der Sessel im Schatten nieder. Bevor die Siegerehrung begann, wurde eine Verlosung von Preisen gemacht. Teilnehmen konnte jeder Läufer, indem er seine Startnummer abgab. Ich wollte meine jedoch als Erinnerung behalten. Ich war überrascht, wie viele Gewinner es gab. Neben Sachpreisen gab es für einige auch Freistarts beim Nürnberg-Stadtlauf am dritten Oktober. Von daher war es gut, dass ich nicht gewinnen konnte, denn ich wollte am vierten Oktober ja schon in Bremen laufen.
Bei der Siegerehrung stellte sich heraus, dass ich tatsächlich nur den sechsten Platz von zwölf Teilnehmern in meiner Altersklasse erreicht hatte. Meine Urkunde wurde trotzdem ausgedruckt und ich konnte sie mitnehmen. Danach ging ich zu Fuß zum Bahnhof zurück, wo gerade die S-Bahn nach Nürnberg einfuhr. Nach einer halben Stunde war ich wieder bei meiner Großmutter.
Der Halbmarathon in Katzwang.
Dieses Jahr bereitete mir der Monat Juni einige Probleme. Im letzten Jahr war ich Halbmarathon in Nordholz, Hamburg und Wilhelmshaven gelaufen. Dieses Jahr fielen alle drei Veranstaltungen unglücklicherweise auf das gleiche Wochenende (21.Juni 2015), während für den 14. Juni kaum eine Laufveranstaltung zu finden war. Erst bei genauerer Recherche entdeckte ich den Lauf in Katzwang, welcher lediglich aus einem Halbmarathon bestand. Da Katzwang bei Nürnberg liegt, konnte ich die Nacht bei meiner Großmutter verbringen. Meine Verwandten hatten mir zuvor angeboten, das darauffolgende Wochenende bei ihnen zu verbringen, da dann der Metropolmarathon in Fürth stattfinden würde. Dieses Angebot konnte ich allerdings nicht annehmen, da ich eine der bereits erwähnten Veranstaltungen besuchen wollte.
Leider war ich immer noch erkältet und zum Wochenende sollten die Temperaturen – besonders in Süddeutschland – wieder ansteigen.
Ich hatte die Nacht von Samstag auf Sonntag bei meiner Großmutter verbracht, welche mir ein Tagesticket für den Nahverkehr spendiert hatte. Die Läuferkleidung hatte ich sofort nach dem Aufstehen um halb sieben Uhr angelegt, wobei ich das Trikot vom Augsburg-Marathon 2012 trug. Ich hatte auch die Laufschuhe an, welche ich letzte Woche in Augsburg zum ersten Mal bei einem Halbmarathon getestet hatte. An die beiden Stellen, wo sich Blasen gebildet hatten, legte ich Pflaster. Die Temperatur sollte während des Laufes, der um neun Uhr starten würde, zwischen 19°C und 21°C liegen. Meine Sonnenbrille hatte ich offenbar verlegt.
Ich nahm die U-Bahn zum Hauptbahnhof und stieg dort in die S-Bahn ein. Ich kam dort bereits mit einem anderen Läufer ins Gespräch. Wir kamen um Viertel nach acht Uhr in Katzwang an und mein Begleiter brachte mich zum Veranstaltungsgelände. Die acht Euro Startgebühr musste ich in bar begleichen, im Gegenzug erhielt ich die Startnummer. Meine Tasche ließ ich in der Umkleidekabine, welche nicht bewacht wurde.
Der Start befand sich ein bisschen weiter weg vom Sportplatz. Hier stellten sich etwa 100 Läufer auf. Wir befanden uns auf einer Verkehrsstraße durch den Ort. Um kurz nach neun Uhr kam der Startschuss.
Ich hatte meiner Tante am gestrigen Tag leider nicht ganz verheimlichen können, dass ich ein bisschen krank war. Auf das Risiko, erkältet Halbmarathon zu laufen, hatte sie mich allerdings nicht angesprochen. Trotzdem wollte ich zunächst einmal versuchen, so schnell wie möglich zu laufen. Die Kilometer waren alle ausgeschildert. Positiv war zu bemerken, dass der Kurs nur aus einer einzigen Runde bestand. Hin- und Rückweg waren aber teilweise identisch. Glücklicherweise hatten wir zunächst bedeckten Himmel, so dass ich meine Sonnenbrille nicht unbedingt vermisste.
Ich setzte mich relativ schnell an die Spitze des Feldes, etwa auf Position 15. Kurz nach dem Start kamen wir durch den Wald, und zwar auf einer Art „Trampelpfad“, wo kein Überholen möglich war. Das Ende dieses Kurses war auf einer Pferdeweide und dahinter erreichten wir das westliche Ufer eines Flusses, an welchem wir nach Norden liefen. Hier war der erste Kilometer absolviert, für den ich knapp vier Minuten benötigt hatte. Ich war fast schon ein bisschen zu schnell unterwegs.
Es ging nun zwei Kilometer lang am Fluss entlang. An unserer linken Seite war zunächst die Ortschaft mit einem großen Entsorgungsbetrieb, der dutzende orangefarbene Fahrzeuge beherbergte. Danach hatten wir das Feld zur linken Seite.
Nach drei Kilometer bogen wir links ab. Es begannen nun Abschnitte, die von Anstiegen und Abhängen geprägt waren. Wir machten einen Schlenker bis an den Rand des Ortes und liefen dann wieder nach Osten auf den Fluss zu. Als wir den Fluss dann wieder erreichten, war die erste Wasserstelle vorhanden, kurz nach Kilometer fünf. Ich nahm mir den lang ersehnten Becher Wasser zu trinken und lief durch eine lange Unterführung. Möglicherweise führte diese uns unter dem Fluss hindurch, denn danach hatten wir die andere Seite erreicht, wo es steil bergauf ging. Der gesamte Kurs war von einigen Tunneln geprägt.
Auch weiter nördlich nahmen wir eine Unterführung, die uns unter einer Hauptverkehrsstraße hindurchführte. Hier war es extrem dunkel, was auffiel, da die Sonne inzwischen zum Vorschein gekommen war. Der Boden war übrigens wechselhaft, teilweise Asphalt, Wanderwege und Schotter.
Auf der anderen Seite der Unterführung konnten wir nun den Hafen am Westufer sehen. Hier waren auch viele Fahrradfahrer unterwegs. Ich hatte relativ früh meinen Vordermann aus den Augen verloren und musste mich an den weißen Pfeilen orientieren, welche am Boden aufgemalt waren, oder darauf hoffen, dass bei Verzweigungen ein Streckenposten stand und aufpasste. Dies war meistens der Fall.
Auf Höhe des Hafens drehten wir nach Osten ab. Wir kamen durch einen Wald und dahinter durch ein Industriegebiet. Dann folgte wieder ein Tunnel, der uns unter einer Verkehrsstraße hindurchführte und dahinter war der zweite Versorgungspunkt. Wir liefen danach an einer Art Autobahn entlang. Ich konnte sehen, dass wir nach der Hälfte der Strecke keinen richtigen Wendepunkt haben würden, sondern eine große Schleife zu laufen hatten.
Auf der jetzigen Strecke nach Osten hatten wir Kilometer zehn erreicht. Ich hatte für diesen Teil nur knapp über 41 Minuten benötigt, was eine sehr gute Leistung war, wenn man meinen Gesundheitszustand und die hohen Temperaturen berücksichtigte. Aber leider begann ich nun, stark abzubauen. Ich schaffte es nicht mehr, die Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten. Später erfuhr ich von anderen Teilnehmern, dass diese auch nach der Hälfte der Strecke den Eindruck hatten, die Temperatur sei sprunghaft angestiegen. Auf dem jetzigen Abschnitt waren wir der Sonne ausgesetzt. Erst als wir am Ende der Geraden nach links abbogen, kamen wir wieder in einen Bereich, wo uns die Bäume vor der Sonne schützten.
Es ging unter einer Autobahn hindurch und danach in entgegengesetzter Richtung nach Westen. Ich wurde jetzt regelmäßig von Läufern überholt. Ich wurde in etwa von Position 14 auf 24 durchgereicht. Wir kamen an einer Ortschaft vorbei und überquerten dann wieder die Autobahn. Auf der anderen Seite der Brücke stießen wir auf den gemeinsamen Weg, wo mir nun das Schlussfeld entgegenkam. Als ich kurz vor der Unterführung wieder die Wasserstelle erreichte und mir einen Becher nahm, mussten die Streckenposten eine Radfahrergruppe zurückhalten, die gerade aus dem Tunnel herauskam.
Der Rückweg entsprach dem Hinweg, solange wir auf der Ostseite des Kanals waren. Hier spürte ich nun richtig, wie die Sonne auf uns herniederbrannte. Man hatte den Eindruck, dass es im Vergleich zum Start wesentlich wärmer geworden war. Zusätzlich strengten die vielen Hügel an, die erklommen werden mussten. Auch spürte ich an den Fersen Schmerzen, obwohl ich auf beiden Seiten ein Pflaster aufgetragen hatte. Die Streckenposten sprachen mir Mut zu.
Dann ging es wieder bergab und ich musste durch den Tunnel, welcher mich auf die andere Seite des Flusses führte. Hier war wieder die erste Versorgungsstelle, wo ich mir zwei Becher Wasser nahm und erstmals ein paar Schritte ganz langsam vorwärts ging. Statt des Abstechers bis zum Wohngebiet ging es nun aber einfach geradeaus, wo wir dann wieder die Stelle erreichten, wo sich beide Wege wieder vereinigten. Anfangs hatte ich noch auf eine Zeit unter 90 Minuten gehofft, dies war jetzt aber leider nicht mehr möglich. Ich spürte einfach, dass ich noch erkältet war.
Ich kam wieder an der Entsorgungsfirma vorbei und dann am Dorf. An der Pferdeweide ging es durch den Trampelpfad und dann waren wir wieder in Katzwang. Das Ziel befand sich ein bisschen weiter südlich, nämlich auf dem Fußballfeld. Ich lief über den Fluss und kam dann zum Vereinsgelände. Nach knapp über 93 Minuten hatte ich die Ziellinie überquert. Mein Name wurde durchgesagt. Ich nahm mir zwei Trinkbecher und ließ mich kurz auf dem Rasen nieder. Meiner Ansicht nach war ich während des Laufes von so vielen Männern in meinem Alter überholt worden, dass ich es nicht unter die Top Drei meiner Altersklasse geschafft haben konnte. Dies wäre nämlich deshalb interessant gewesen, weil es für die ersten Drei aller Altersklassen Sachpreise gab.
Ich ging in die Umkleidekabine und duschte. Dann ging ich wieder nach draußen, kaufte mir erst ein Eis und dann ein Bier und ließ mich auf einem der Sessel im Schatten nieder. Bevor die Siegerehrung begann, wurde eine Verlosung von Preisen gemacht. Teilnehmen konnte jeder Läufer, indem er seine Startnummer abgab. Ich wollte meine jedoch als Erinnerung behalten. Ich war überrascht, wie viele Gewinner es gab. Neben Sachpreisen gab es für einige auch Freistarts beim Nürnberg-Stadtlauf am dritten Oktober. Von daher war es gut, dass ich nicht gewinnen konnte, denn ich wollte am vierten Oktober ja schon in Bremen laufen.
Bei der Siegerehrung stellte sich heraus, dass ich tatsächlich nur den sechsten Platz von zwölf Teilnehmern in meiner Altersklasse erreicht hatte. Meine Urkunde wurde trotzdem ausgedruckt und ich konnte sie mitnehmen. Danach ging ich zu Fuß zum Bahnhof zurück, wo gerade die S-Bahn nach Nürnberg einfuhr. Nach einer halben Stunde war ich wieder bei meiner Großmutter.
Donnerstag, 11. Juni 2015
Halbmarathon Augsburg 2015-06-07
Der einhundertundsechzehnte Halbmarathon meines Lebens.
Der Sportcheck-Lauf in Augsburg.
Der Halbmarathon in Augsburg sollte für mich der zweite Lauf der Sportcheck-Serie in diesem Jahr sein. Bereits am Freitag, den 22. Mai 2015 hatte ich die Zehn-Kilometer-Distanz beim Nachtlauf in Bremen absolviert. Im Gegensatz zum Vorjahr gab es bei dieser Laufserie Medaillen. Die Medaille in Bremen war allerdings nicht mit der genauen Veranstaltung graviert gewesen. Diese stand nur auf dem Band. Ich vermutete daher, dass ich beim Zieleinlauf in Augsburg exakt die gleiche Medaille bekommen würde.
Im Vorjahr hatte ich leider zu spät gemerkt, dass es beim Sportchecklauf in Augsburg auch einen Halbmarathon gab. Ich hatte mich damals schon für den Marathon in Duisburg angemeldet. Dieses Jahr nutzte ich die Veranstaltung in Augsburg aber, um meine Mutter zu besuchen. Meine Cousine hatte die Startunterlagen für mich abgeholt. Darunter war natürlich das orangefarbene Trikot, da man bei dieser Laufserie keine Startnummer hat, sondern sich an Hand des Trikots als Teilnehmer ausweist.
Leider wurde ich schon wieder krank. Am Samstag spürte ich ein Kratzen im Hals und ein verstärktes Nasenlaufen. Zumindest war mir nun schon klar, dass ich nicht Vollgas würde geben können. Mit meiner Ankunft in Augsburg hatte für mich übrigens auch der Sommer begonnen. Am Samstag waren es knapp unter 30°C, am Sonntag sollte es nur ein kleines bisschen kühler werden.
Ich stand am Sonntag um kurz nach acht Uhr auf und nahm das Frühstück zu mir, welches meine Mutter zubereitet hatte. Ich hatte auch Gliederschmerzen. Nach dem Frühstück trank ich ein Red Bull. Um zehn Minuten nach acht Uhr verließ ich die Wohnung und machte mich auf den Weg zum Veranstaltungszentrum, welches am Einkaufszentrum (City-Galerie) lag. Ich trug das zweite Paar Schuhe, welches ich im Dezember bei Karstadt in Augsburg gekauft hatte. Die Zeitmessung erfolgte mit dem Champion-Chip, welchen man sich auch hätte ausleihen können, wenn man keinen eigenen besaß. Ich trug meine Spezial-Sonnenbrille, da heute so gut wie keine Wolke am Himmel war. Gestern hatte es ein bisschen gewittert, was sich während des Laufes durch einzelne Pfützen bemerkbar machen sollte.
Es war jetzt schon knapp über 20°C. Ich ging durch das komplette Einkaufszentrum und zum Hinterausgang, wo die Start- und Zielgerade war. Der Halbmarathon sollte als erstes starten, und zwar um 9:30 Uhr. Kurz danach sollte dann der Zehn-Kilometerlauf beginnen, welcher aus einer verkürzten Runde bestand. Der Halbmarathon bestand tatsächlich nur aus einer einzigen Runde.
Ich stellte mich im Starterfeld relativ weit nach hinten. Die Teilnehmerzahl dieser Disziplin lag bei etwa 1000. Mit etwas Verspätung ging es kurz nach halb zehn Uhr los. Nach kurzer Zeit war auch ich über die Linie. Die Sonne strahlte hier auf uns nieder. Meine Mutter stand kurz hinter der Startlinie und jubelte mir zu. Wir liefen nach Osten, von der City-Galerie weg, auf einer breiten Verkehrsstraße entlang.
Wir drehten eine Rund um das Stadtgebiet nordöstlich des Einkaufszentrums und kamen dann an der anderen Seite des Einkaufszentrum vorbei. Hier stand erneut meine Mutter und jubelte mir zu. Danach ging es nach Süden, zuerst auf Verkehrsstraßen entlang, und danach kamen wir in den Wald. Wir liefen am botanischen und dann am zoologischen Garten vorbei. Hier zwischen den Bäumen konnte ich meine Sonnenbrille zwischendurch absetzen, ansonsten ließ ich sie fast durchgehend vor den Augen.
Wir kamen an den Stempflesee im Siebentischwald. Hier drehten wir und liefen nach Norden, an der Wiese vor dem Zoo vorbei. Bevor wir dann nach Osten abbogen, war der erste Verpflegungspunkt erreicht. Ich hatte knapp über fünf Kilometer hinter mir und dafür etwa 27 Minuten benötigt. Mit dieser Leistung konnte ich zufrieden sein. Ich nahm mir einen Becher Wasser.
Einige Zeit später erreichten wir den Lech, an dessen Westufer wir nach Süden liefen. Hier war die „Wildwasserregion“ zu sehen, welche von Extremsportlern in dazu geeigneten Booten befahren wurde. Danach ging es über eine Brücke, die uns auf die andere Seite des Lechs führte. Dieser kurze Abschnitt diente auch als Rückweg, weshalb ich nun auch kurz das Führungsfeld sehen konnte.
Jetzt war der Kuhsee erreicht, in dem ich als kleines Kind häufig geschwommen war. Es ging einmal komplett herum. Dies war die südlichste Stelle des Kurses. Auf der anderen Seite des Sees standen die Kiosks, an denen ich mir damals immer hatte Eis kaufen lassen. Einige Leute lagen auf der Wiese und sonnten sich.
Noch bevor wir den Lech wieder erreichten, kamen wir zur zweiten Versorgungsstelle. Ich nahm mir erneut einen Becher Wasser. Zu einer Unterhaltung mit anderen Teilnehmern hatte ich keine Lust und auch keine Kraft. Es ging nun kilometerweit am Lech entlang nach Norden. Dabei überquerten wir auch die Friedberger Straße. Vor dem nördlichsten Punkt, der Lechbrücke, war erneut eine Versorgungsstelle, wo ich mir diesmal Iso nahm. Dann ging es auf der anderen Seite zurück nach Süden, zunächst am Lech entlang. Dabei fiel mir ein Läufer auf, welcher offenbar das gleiche Schuhmodell trug wie ich. Ich spürte inzwischen, dass sich an meinen Fersen Blasen bildeten. Allerdings war das Ziel nun nicht mehr weit.
Als wir an der Lechbrücke auf Höhe der Friedberger Straße eintrafen, mussten wir eine Treppe hochsteigen. Dahinter wartete meine Mutter ein letztes Mal auf mich. Sie wollte nun nach Hause gehen, und dort auf mich warten. Ich bekam am letzten Versorgungspunkt noch etwas zu trinken und bog dann am Schwabencenter nach Norden ab. Hier trafen wir mit dem Feld des Zehn-Kilometerlaufes zusammen. Ich wurde von einigen amerikanischen Sportlern überholte. Kurz vor dem Ziel sah ich einen Teilnehmer, der zusammengebrochen war und nun behandelt wurde. Ich lief ins Ziel und ließ mir die Medaille umhängen. Es war exakt die gleiche wie vor 16 Tagen in Bremen. Dann bekam ich eine 0,75-Liter-PET-Flasche mit Wasser, die ich auf dem Fußweg nach Hause vollständig leerte. Ich ging durch das Einkaufszentrum und machte mich auf den Heimweg. Unterwegs schloss sich mir eine alte Frau an, mit der ich mich länger unterhielt, bevor sie sich vor ihrem Hotel von mir verabschiedete. Zu Hause duschte ich und legte mich dann ins Bett, in der Hoffnung, keine großen Schäden davongetragen zu haben.
Der Sportcheck-Lauf in Augsburg.
Der Halbmarathon in Augsburg sollte für mich der zweite Lauf der Sportcheck-Serie in diesem Jahr sein. Bereits am Freitag, den 22. Mai 2015 hatte ich die Zehn-Kilometer-Distanz beim Nachtlauf in Bremen absolviert. Im Gegensatz zum Vorjahr gab es bei dieser Laufserie Medaillen. Die Medaille in Bremen war allerdings nicht mit der genauen Veranstaltung graviert gewesen. Diese stand nur auf dem Band. Ich vermutete daher, dass ich beim Zieleinlauf in Augsburg exakt die gleiche Medaille bekommen würde.
Im Vorjahr hatte ich leider zu spät gemerkt, dass es beim Sportchecklauf in Augsburg auch einen Halbmarathon gab. Ich hatte mich damals schon für den Marathon in Duisburg angemeldet. Dieses Jahr nutzte ich die Veranstaltung in Augsburg aber, um meine Mutter zu besuchen. Meine Cousine hatte die Startunterlagen für mich abgeholt. Darunter war natürlich das orangefarbene Trikot, da man bei dieser Laufserie keine Startnummer hat, sondern sich an Hand des Trikots als Teilnehmer ausweist.
Leider wurde ich schon wieder krank. Am Samstag spürte ich ein Kratzen im Hals und ein verstärktes Nasenlaufen. Zumindest war mir nun schon klar, dass ich nicht Vollgas würde geben können. Mit meiner Ankunft in Augsburg hatte für mich übrigens auch der Sommer begonnen. Am Samstag waren es knapp unter 30°C, am Sonntag sollte es nur ein kleines bisschen kühler werden.
Ich stand am Sonntag um kurz nach acht Uhr auf und nahm das Frühstück zu mir, welches meine Mutter zubereitet hatte. Ich hatte auch Gliederschmerzen. Nach dem Frühstück trank ich ein Red Bull. Um zehn Minuten nach acht Uhr verließ ich die Wohnung und machte mich auf den Weg zum Veranstaltungszentrum, welches am Einkaufszentrum (City-Galerie) lag. Ich trug das zweite Paar Schuhe, welches ich im Dezember bei Karstadt in Augsburg gekauft hatte. Die Zeitmessung erfolgte mit dem Champion-Chip, welchen man sich auch hätte ausleihen können, wenn man keinen eigenen besaß. Ich trug meine Spezial-Sonnenbrille, da heute so gut wie keine Wolke am Himmel war. Gestern hatte es ein bisschen gewittert, was sich während des Laufes durch einzelne Pfützen bemerkbar machen sollte.
Es war jetzt schon knapp über 20°C. Ich ging durch das komplette Einkaufszentrum und zum Hinterausgang, wo die Start- und Zielgerade war. Der Halbmarathon sollte als erstes starten, und zwar um 9:30 Uhr. Kurz danach sollte dann der Zehn-Kilometerlauf beginnen, welcher aus einer verkürzten Runde bestand. Der Halbmarathon bestand tatsächlich nur aus einer einzigen Runde.
Ich stellte mich im Starterfeld relativ weit nach hinten. Die Teilnehmerzahl dieser Disziplin lag bei etwa 1000. Mit etwas Verspätung ging es kurz nach halb zehn Uhr los. Nach kurzer Zeit war auch ich über die Linie. Die Sonne strahlte hier auf uns nieder. Meine Mutter stand kurz hinter der Startlinie und jubelte mir zu. Wir liefen nach Osten, von der City-Galerie weg, auf einer breiten Verkehrsstraße entlang.
Wir drehten eine Rund um das Stadtgebiet nordöstlich des Einkaufszentrums und kamen dann an der anderen Seite des Einkaufszentrum vorbei. Hier stand erneut meine Mutter und jubelte mir zu. Danach ging es nach Süden, zuerst auf Verkehrsstraßen entlang, und danach kamen wir in den Wald. Wir liefen am botanischen und dann am zoologischen Garten vorbei. Hier zwischen den Bäumen konnte ich meine Sonnenbrille zwischendurch absetzen, ansonsten ließ ich sie fast durchgehend vor den Augen.
Wir kamen an den Stempflesee im Siebentischwald. Hier drehten wir und liefen nach Norden, an der Wiese vor dem Zoo vorbei. Bevor wir dann nach Osten abbogen, war der erste Verpflegungspunkt erreicht. Ich hatte knapp über fünf Kilometer hinter mir und dafür etwa 27 Minuten benötigt. Mit dieser Leistung konnte ich zufrieden sein. Ich nahm mir einen Becher Wasser.
Einige Zeit später erreichten wir den Lech, an dessen Westufer wir nach Süden liefen. Hier war die „Wildwasserregion“ zu sehen, welche von Extremsportlern in dazu geeigneten Booten befahren wurde. Danach ging es über eine Brücke, die uns auf die andere Seite des Lechs führte. Dieser kurze Abschnitt diente auch als Rückweg, weshalb ich nun auch kurz das Führungsfeld sehen konnte.
Jetzt war der Kuhsee erreicht, in dem ich als kleines Kind häufig geschwommen war. Es ging einmal komplett herum. Dies war die südlichste Stelle des Kurses. Auf der anderen Seite des Sees standen die Kiosks, an denen ich mir damals immer hatte Eis kaufen lassen. Einige Leute lagen auf der Wiese und sonnten sich.
Noch bevor wir den Lech wieder erreichten, kamen wir zur zweiten Versorgungsstelle. Ich nahm mir erneut einen Becher Wasser. Zu einer Unterhaltung mit anderen Teilnehmern hatte ich keine Lust und auch keine Kraft. Es ging nun kilometerweit am Lech entlang nach Norden. Dabei überquerten wir auch die Friedberger Straße. Vor dem nördlichsten Punkt, der Lechbrücke, war erneut eine Versorgungsstelle, wo ich mir diesmal Iso nahm. Dann ging es auf der anderen Seite zurück nach Süden, zunächst am Lech entlang. Dabei fiel mir ein Läufer auf, welcher offenbar das gleiche Schuhmodell trug wie ich. Ich spürte inzwischen, dass sich an meinen Fersen Blasen bildeten. Allerdings war das Ziel nun nicht mehr weit.
Als wir an der Lechbrücke auf Höhe der Friedberger Straße eintrafen, mussten wir eine Treppe hochsteigen. Dahinter wartete meine Mutter ein letztes Mal auf mich. Sie wollte nun nach Hause gehen, und dort auf mich warten. Ich bekam am letzten Versorgungspunkt noch etwas zu trinken und bog dann am Schwabencenter nach Norden ab. Hier trafen wir mit dem Feld des Zehn-Kilometerlaufes zusammen. Ich wurde von einigen amerikanischen Sportlern überholte. Kurz vor dem Ziel sah ich einen Teilnehmer, der zusammengebrochen war und nun behandelt wurde. Ich lief ins Ziel und ließ mir die Medaille umhängen. Es war exakt die gleiche wie vor 16 Tagen in Bremen. Dann bekam ich eine 0,75-Liter-PET-Flasche mit Wasser, die ich auf dem Fußweg nach Hause vollständig leerte. Ich ging durch das Einkaufszentrum und machte mich auf den Heimweg. Unterwegs schloss sich mir eine alte Frau an, mit der ich mich länger unterhielt, bevor sie sich vor ihrem Hotel von mir verabschiedete. Zu Hause duschte ich und legte mich dann ins Bett, in der Hoffnung, keine großen Schäden davongetragen zu haben.
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