Donnerstag, 27. März 2014

Halbmarathon Wandsetal 2014-03-23

Der neunundachtzigste Halbmarathon meines Lebens.
Die Wandsetaler Runde.
Die Winterpause hatte für mich diesmal ein bisschen länger gedauert. Den Halbmarathon in Frankfurt am Main vor zwei Wochen hatte ich von Anfang an nicht eingeplant, da ich die aufwändige Anreise scheute. Letzte Woche wollte ich dann eigentlich in Langenrehm mitlaufen, aber mein Fahrrad, das ich zur Anfahrt benötigt hätte, stand mir leider nicht zur Verfügung. So begann die Saison für mich mit der Wandsetaler Runde.
Im Gegensatz zum letzten Jahr war der Winter diesmal wesentlich schneller vorbei. Im letzten Jahr hatte ich in Langenrehm noch auf Glatteis und in Bad Oldesloe im tiefen Schnee laufen müssen, während die Temperaturen dieses Jahr schon relativ hoch waren. Auf die Wandsetaler Runde war ich im Internet aufmerksam geworden. Es gab neben einem Zehn-Kilometerlauf auch einen Halbmarathon, für den ich mich angemeldet hatte. Leider war ich von Montag bis Donnerstag leicht erkältet gewesen. Somit würde ich heute nicht allzu schnell laufen können.
Ich stand an diesem Sonntag gegen halb sechs Uhr auf und frühstückte. Dann packte ich meine Tasche und nahm meine Standard-Verbindung nach Hamburg: Um sieben Uhr mit der Straßenbahn zum Bahnhof Walle, von dort aus mit der Nordwestbahn zum Hauptbahnhof und von dort um 7:33 Uhr mit dem Metronom nach Hamburg.
In Hamburg kam ich gegen Viertel vor neun Uhr an. Der Halbmarathon sollte um 10:30 Uhr starten. Ich begab mich zur U-Bahn-Haltestelle, wo ich in die U-Bahn in Richtung Großhansdorf einstieg. Hier aß ich mein mitgebrachtes Brot. Eigentlich wollte ich bis zur Station „Straßburger Straße“ fahren, und von dort aus zu Fuß zum Schulgelände, an welchem die Veranstaltung war, laufen. Als ich eine Station vorher jedoch einen jungen Mann in Laufschuhen die U-Bahn verlassen sah, sprang ich schnell auch heraus, ging ihm nach und sprach ihn an. Tatsächlich wollte er auch zur Wandsetaler Runde, um dort fünf Kilometer zu laufen.
Wir befanden uns am Busbahnhof in Wandsbek-Markt. Der Typ hatte sich eine genaue Verbindung vorher ausgesucht und kannte eine Möglichkeit, mit dem Bus bis zum Veranstaltungsgelände zu gelangen. Mit der Linie 9 kamen wir nach zehn Minuten Fahrtzeit dort an. Das Gelände war zweigeteilt: Auf dem Schulgelände waren Startunterlagenausgabe, Duschen und Umkleiden, während auf dem wenige hundert Meter entfernten Parkplatz Taschenabgabe sowie Start- und Zielgeraden war.
Wir holte uns die Startunterlagen ab, welche aus der Nummer und einem Chip bestanden. Der Chip hatte ein Band, so dass ich ihn um mein Bein schnüren konnte. Ich trennte mich nun von meinem Begleiter, welcher noch auf seine Schwester warten musste. Mit der Tasche in der Hand ging ich am Wandsetaler „Stadion“ vorbei zum Parkplatz, Ich zog mich hinter einem Gebüsch um und dann gab ich meine Tasche im Zelt ab. Kurz darauf fiel mir ein, dass ich meine Armbanduhr auch im Gepäck gelassen hatte. Da ich aber nicht vorhatte, neue Bestzeit zu laufen, verzichtete ich darauf, die Uhr noch zu holen.
Da ich noch ein bisschen von der Erkältung geschwächt war, fand ich den starken Wind sehr unangenehm. Ich war leicht bekleidet, obenrum mit dem Trikot aus Berlin (2010) und einer Kappe, da die Sonne sehr stark schien.
Ich lief mich ein bisschen warm und als der Startschuss für Halbmarathon, Zehn- und Fünfkilometerlauf kam, stand ich ganz hinten.
Die Strecke führt fast ausschließlich durchs Grüne. Waren wir am Start noch an einer Hauptstraße, so ging es schnell in einen kleinen Park. Überholen war hier nicht einfach. Der Boden war auch nicht ganz trocken. Auffällig waren die vielen Kinder, welche offenbar die fünf Kilometer absolvierten.
Der Weg führte zunächst an der Wandse, einem kleinen Fluss, entlang. Die Strecke verlief südlich des Flusses. Als wir rechts den Ostender Teich liegen ließen, hatten wir schon fast zwei Kilometer hinter uns. Dann kam eine Abzweigung nach Norden, die uns um den Kupferteich führte. Jetzt war die ganze Situation durchaus gefährlich, da die führenden des Fünf-Kilometerlaufs nun auf dem Rückweg waren und uns entgegenkamen. Die Strecke war schmal und ich befand mich noch in einem sehr engen Feld. Glücklicherweise kam es in meinem Bereich zu keiner Kollision.
Nach der Runde um den Teich ging es weiter nach Osten. Wir erreichten dabei die Bahnlinie, die von Hamburg nach Bad Oldesloe führte, einen Kilometer vom Bahnhof Tonndorf entfernt. Wir unterquerten eine große Straße für Autos und die Bahnlinie. Nun kamen die führenden des Zehn-Kilometerlaufs um die Ecke geschossen.
Der westlichste Teil der Strecke führte eine Runde durch eine Schrebergartensiedlung, die mit einem halb verfallenen Haus begann. Am Ende der Runde, als ich wieder zurücklief, konnte ich das Feld hinter mir betrachten. Ich schätzte, dass ich etwa fünf Minuten pro Kilometer benötigte.
Als ich die Unterführung wieder hinter mir hatte, ging es etwas südlicher zurück. Wir waren an einem Waldweg, den ein kleiner Fluss von privaten Häusern mit großen Gärten trennte. Nach neun Kilometern wurden Hin- und Rückweg wieder vereinigt, um danach wieder auseinanderzulaufen.
An den Stellen, an denen Straßen überquert werden mussten, standen jeweils zwei Polizisten und sorgten dafür, dass wir Läufer Vorrang vor den Autos hatten. Kurz vor dem Parkplatz wurde dann separiert: Halbmarathonis musste links abbiegen auf die zweite Runde.
Wegen meiner Ortsunkenntnis kann ich nicht beurteilen, ob die zweite Runde anders als die erste war. Viele Gemeinsamkeiten waren jedoch schon zu erkennen. Als ich wieder hinter der Bahnlinie auf die Runde durch die Schrebergärten einbog, kamen mir einige Halbmarathonis entgegen, die schon auf dem Rückweg waren. In einem von ihnen erkannte ich Klas, den ich letztes Jahr in Bad Oldesloe kennengelernt und dann in Hoisbüttel wiedergetroffen hatte. Er erkannte mich auch. Für ihn war es ein neues Gefühl, schneller zu sein als ich.
Langsam spürte ich, dass ich noch geschwächt war und sehnte das Ende herbei. Trotzdem überstand ich das Rennen problemlos.
Im Ziel auf dem Parkplatz musste ich den Zeitmesschip abgeben. Jetzt verstand ich, dass ich ihn eigentlich an der Hand hätte befestigen sollen, damit man ihn sofort scannen und meine Zielzeit messen konnte. So verzögerte sich alles um ein paar Sekunden, was mich heute aber nicht störte.
Ich nahm sehr schnell meine Tasche wieder und ging dann zu Fuß zum Schulgelände, um zu duschen. Eine Umkleidekabine mit mehreren Duschen stand uns Männern zur Verfügung. Anstehen musste ich nicht. Ich zog mich danach wieder an und ging in den Vorraum der Umkleidehalle, wo ich mich aus Versehen an der Sicherheitsnadel stach, die an meiner Tasche angebracht war. Da wurde ich von einem Mann angesprochen, der hinter mir stand. Es war Klas. Wir begrüßten uns und erzählten, wo wir in letzter Zeit gelaufen waren. Dann gingen wir zusammen in die Turnhalle, wo ich noch mit Klaas‘ Frau sprach.
Später machte ich mich auf den Heimweg. Mit dem Bus kam ich zur Station Wandsbek-Markt zurück und von dort aus mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof, wo ich den Metronom nach Bremen nahm. Gegen 16 Uhr war ich wieder zu Hause. Später sah ich im Internet, dass ich etwa 1:46 Stunden für den Halbmarathon gebraucht hatte.

Mittwoch, 19. März 2014

Halbmarathon Langenrehm 2014-03-16

Wegen eines Missgeschicks meinerseits konnte ich leider am Halbmarathon in Langenrehm dieses Jahr nicht teilnehmen. Die Saison startet für mich daher eine Woche später.